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Wie SBB Immobilien in ihren Bahnhöfen Energie spart.

In den etablieren Bahnhöfen Bern und Zürich sinkt der Energieverbrauch seit Jahren. Für die energetische Optimierung von Immobilien sind mehrere Faktoren entscheidend: Eine gut gedämmte beziehungsweise energetisch sanierte Gebäudehülle bildet die Grundlage. Ebenso wichtig ist die Betriebsoptimierung der technischen Anlagen und des Gebäudes, damit diese wie geplant funktionieren. Darüber hinaus braucht es eine kontinuierliche Betriebsoptimierung, um das Gebäude laufend an veränderte Nutzungen, Bedürfnisse und Anforderungen anzupassen. SBB Immobilien nutzt beide Wege parallel.

19. Oktober 2026

Seit 2010 verbessert SBB Immobilien systematisch, wie ihre Gebäude und Bahnhöfe betrieben werden. Ziel ist ein Dreiklang: mehr Komfort für die Nutzer:innen, eine höhere Energieeffizienz und die zuverlässige Erfüllung aller gesetzlichen Vorgaben. Rund 15 Prozent des gesamten Energiebedarfs, Strom, Wärme und Kälte, sind auf diesem Weg bereits eingespart. Interne Analysen des Prozesses «Betriebsoptimierung» zeigen, dass weitere 15 Prozent möglich sind.

Mehr als das Doppelte des vereinbarten Ziels.

Betriebsoptimierung ist bei SBB Immobilien kein Pflichtprogramm, sondern eine bewusste Investition über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus. Im Rahmen der Initiative «Vorbild Energie und Klima» des Bundesamts für Energie verfolgt SBB Immobilien das Ziel, das Gebäudeportfolio regelmässig und kontinuierlich energetisch zu optimieren. Damit wird ein langfristig nachhaltiger und energieeffizienter Betrieb gefördert. Gebäude mit einer Zielvereinbarung mit dem Bund werden zudem durch die Energie-Agentur der Wirtschaft zertifiziert.

Bern: pragmatisch, bevor es dringend wurde.

Im Bahnhof Bern und in den Wankdorf  Bürogebäuden verantwortet Fabio Rizzo das Facility Management. Sein Team hat bereits vor der Energiemangellage begonnen, punktuell und pragmatisch zu optimieren. Grundlage dafür sind drei Quellen: das betriebliche Wissen aus dem Alltag, die Fachexpertise externer Betriebsoptimierer und die detaillierten Daten aus dem neu entwickelten Energiecontrollingsystem von SBB Immobilien.

Die Massnahmen folgen drei Prinzipien. Erstens die Steuerung: reduzierte Betriebszeiten einzelner Anlagen, angepasste Raumtemperaturen und Bewegungsmelder in der Beleuchtung. Zweitens der Ersatz einzelner Komponenten: etwa die Umstellung auf LED sowie effiziente Umwälzpumpen und Warmwasserboiler. Drittens die Rückgewinnung: unter anderem durch adiabatische Abluftkühlsysteme in grossen Lüftungsanlagen und durch die Reparatur und Neueinstellung alter Ventile in Wärmerückgewinnungsanlagen. Wasserspardüsen senken zusätzlich den Wasserverbrauch.

«Betriebsoptimierungen umzusetzen, ist eine grundlegende Verantwortung für jede Facility-Management-Organisation. Kompliziert ist das nicht. Ich sehe es als Verpflichtung gegenüber der SBB, gegenüber unserer Umwelt und gegenüber künftigen Generationen», sagt Fabio Rizzo, Teamleiter Facility Management Bahnhof Bern und Wankdorf. «Als Betreiberin von Gebäuden haben wir einen direkten Einblick in das Energiesparpotenzial.»

Zürich Hauptbahnhof: Wärme, die im Haus bleibt.

Am Zürich Hauptbahnhof arbeitet Roger Frautschi mit seinem Team unter anderen Voraussetzungen: viel historische Bausubstanz und ein dichter Betrieb. Auch hier wurde die bestehende Beleuchtung auf LED umgerüstet. Zentral ist in Zürich jedoch der kontinuierliche Ausbau des Wärmerückgewinnungsnetzes. Wärme, die im Bahnhof ohnehin anfällt, deckt einen wachsenden Teil des Bedarfs und reduziert den externen Wärmebezug. Dazu kommt die schrittweise Modernisierung bestehender Anlagen auf den neuesten Stand der Technik.
Parallel dazu läuft in Zürich der zweite Weg, die Sanierung: Nach der energetischen Totalsanierung des Südtrakts ist die Sanierung des Nordtrakts im Gang. Beide Wege verstärken sich gegenseitig, wirken aber auf unterschiedlichen Zeitachsen.
«Diese Energieeffizienz haben wir dank der fortlaufenden Verbesserung der gebäudetechnischen Anlagen und der Bausubstanz der Altbauten erreicht», sagt Roger Frautschi, Teamleiter Facility Management Bahnhof Zürich.

Mehr als das Doppelte des vereinbarten Ziels.

An beiden Standorten gingen die Teams über das hinaus, was im Betriebsoptimierungsprozess mit der Energieagentur der Wirtschaft vereinbart war. Statt der angestrebten sechs bis acht Prozent sank der Energieverbrauch in den vergangenen acht Jahren um 13 bis 16 Prozent. Das zeigt, wo im Immobilienportfolio der SBB die schnellsten Hebel liegen. Neubau und Sanierung wirken über Jahrzehnte, der optimierte Betrieb wirkt sofort und ohne zusätzlichen Materialeinsatz. Genau deshalb bleibt die Betriebsoptimierung ein Dauerauftrag: Das verbleibende Potenzial von rund 15 Prozent im Gesamtportfolio ist identifiziert, die Methode ist erprobt, und die Datengrundlage wächst mit jedem Gebäude.

Die Beispiele von Bern und Zürich stehen exemplarisch für Betriebsoptimierungen, welche SBB Immobilien aktuell in circa 160 Gebäuden und Bahnhöfen laufend umsetzt.

Eckdaten.

Standorte: Bern und Zürich Hauptbahnhof
Verantwortung: Facility Management SBB Immobilien.
Einsparung an den beiden Standorten: 13 bis 16 Prozent, vereinbart waren sechs bis acht Prozent.
Einsparung im Gesamtportfolio seit 2010: rund 15 Prozent
Identifiziertes weiteres Potenzial: rund 15 Proezen
Zertifizierung: Energieagentur der Wirtschaft

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