Areale entwickeln

Werkstadt Zürich: Projektwettbewerb für ersten Neubau entschieden.

Entlang der Hohlstrasse, am heutigen Standort der Stützliwösch, wird mit dem Gebäude X der erste Neubau auf dem Gelände entstehen. Damit setzt das Gebäude X den Grundstein für die innere Verdichtung des Areals und übernimmt eine Pionierrolle in puncto nachhaltiges Bauen und hohe Baukultur.

10. Juni 2024

Die «Werkstadt» befindet sich auf dem Gebiet der ehemaligen SBB Reparaturwerkstätte in Zürich Altstetten. Ein grosser Teil des Areals konnte bahnbetrieblich freigestellt werden und ermöglicht die Öffnung und Umnutzung. Durch die Sanierung der bestehenden Gebäude und eine schrittweise Verdichtung entsteht ein Ort für die urbane Produktion mit Manufakturen, gewerblichen Innovationsbetrieben und publikumsorientierten Dienstleistungsangeboten. Wichtiger Bestandteil ist dabei die Synergie zwischen der identitätsstiftenden, historischen Bausubstanz, der öffentlichen Nutzung der Aussenräume sowie der baulichen Verdichtung. So begreift denn auch der gemeinsam mit der Stadt Zürich und der kantonalen Denkmalpflege erarbeitete Masterplan das künftige Ensemble als Miteinander von Bestand und Neuem.

 

Erster Neubau der Werkstadt Zürich

An der Hohlstrasse, dem Areal vorgelagert, liegt eines der wenigen freien Baufelder. Hier soll das Gebäude X als erster Neubau des Transformationsprozesses zu stehen kommen. Die SBB setzt auf hohe Baukultur und die Werkstadt Zürich auf Kreislaufwirtschaft. Deshalb hat die SBB mit einem Gesamtleistungswettbewerb ein Projekt gesucht, das diesem Anspruch gerecht wird, sich städtebaulich in den Bestand und das Quartier einfügt und den künftigen Nutzer:innen optimale Bedingungen bietet. Eine Jury aus Fachexpert:innen, Vertreter:innen der Bauherrschaft und der Stadt hat nun das Siegerprojekt gekürt.

 

Siegerprojekt GLEIS X von Leuthard AG Baumanagement, Gigon / Guyer Architekten AG

Das Projekt GLEIS X wird von der Jury einstimmig zur Weiterbearbeitung empfohlen. Das Entwurfskonzept basiert auf einer konsequenten ReUse-Strategie und überrascht insbesondere mit der unkonventionellen Verwendung von 12 km gebrauchten Schienen aus dem SBB Resale (Materiallager) als Tragwerk. Die gebrauchten Schienen kommen als Stützen und Deckenträger der Hauptgeschosse zum Einsatz. Die Gebäudehülle ist aus Holzelementen mit ReUse-Fenstern als Kastenfenster und einer Verkleidung mit ReUse-Welleternitplatten konstruiert. Die vorwiegende Verwendung von ReUse-Elementen, die Berücksichtigung der Zielvorgaben für die Treibhausgasemissionen (THG) in der Erstellung und die Betonung der Zirkularität machen das Projekt GLEIS X zu einem herausragenden Beispiel für nachhaltiges Bauen. Gleichzeitig ergänze der Gewerbebau das Werkstadtareal um ein passendes und beeindruckendes Werkstück, schreibt die Jury in ihrem Fazit.

Der Neubau, der voraussichtlich ab 2026 auf dem 1100 m2 grossen Baufeld entsteht, ist als siebengeschossiger Gewerbebau konzipiert. Die teilweise zweigeschossigen Flächen ermöglichen einen Mix aus klassischem und innovativem Gewerbe und sind für kleine bis mittelgrosse Betriebe vorgesehen. Im ersten Obergeschoss entsteht ein «Stadtgeschoss», das mit Dienstleistungs- oder Kulturangeboten den Austausch und Kontakt mit dem Quartier und der Stadt fördert.

 

Besuchen Sie die Wettbewerbsausstellung!

  • Wann: 11. bis 19. Juni 2024
  • Wo: Hochparterre Gebäude U, Hohlstrasse 420, 8048 Zürich
  • Öffnungszeiten:
    Montag bis Freitag: 17.00 bis 19.00 Uhr.
    Samstag und Sonntag: 12.00 bis 16.00 Uhr.

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